Pfarrerin Karola Wildenauer stellt sich vor

26-02_karola (Foto: Petra Steiner)
Nach der Pensionierung von Pfr. Daniel Eschmann ist eine Pfarrstelle in Meilen zu besetzen. Zur Urnenwahl wird eine neue Pfarrerin vorgeschlagen. Sie steht für Offenheit, theologische Tiefe und Räume für Gespräch und Gemeinschaft
Lebensläufe verlaufen selten geradlinig – auch meiner nicht. Aufgewachsen in Frankfurt am Main führte mein Weg über verschiedene Stationen, bevor ich im Pfarramt angekommen bin. Søren Kierkegaard bringt es treffend auf den Punkt: «Das Leben muss rückwärts verstanden werden, aber vorwärts gelebt werden.» Erst im Rückblick wird manches verständlich, anderes bleibt offen.

Nach einer Schreinerlehre und Studienjahren in Freiburg im Breisgau zog ich mit meinem Mann nach Meilen und arbeitete bei IKEA. Später zogen wir mit unserer Familie nach Gockhausen, seit sechs Jahren leben wir in Küsnacht. Beruflich und privat habe ich Erfahrungen im Handwerk, im Handel und der Land- und Forstwirtschaft gesammelt und so unterschiedliche Lebenswelten kennengelernt.

Der Weg in die Theologie war kein spontaner Entschluss, sondern entwickelte sich über Jahre. Mich beschäftigten zunehmend Fragen nach Sinn, Verantwortung und dem, was Menschen im Leben Orientierung gibt.

Ich studierte Theologie in Zürich und Basel und absolvierte den Quereinstieg ins Pfarramt. In der reformierten Kirche fand ich einen Rahmen, in dem reflektiertes Denken, gelebter Glaube und Alltag miteinander verbunden werden können.

Heute arbeite ich als Pfarrerin und bin seit Juli 2025 mit grosser Freude in Meilen im Bereich Kinder und Familien tätig. Mir ist wichtig, aufmerksam
zuzuhören, Fragen ernst zunehmen und Räume für Gespräche zu schaffen. Geht es doch in meiner Aufgabe darum, Menschen und ihren Geschichten und Fragen mit Offenheit, Klarheit und Verständnis zu begegnen.
Pfarrerin Karola Wildenauer