Konflager 2026 in der Toskana

26-06_Konflager (Foto: zvg)
Gemeinschaft erleben: Konfirmationslager in der Toskana
Eine erlebnisreiche Woche liegt hinter uns. Unser Konfirmandenlager in der Toskana stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Inspiriert von den Worten des Apostels Paulus – „ Ein Leib, viele Glieder“ (1. Korinther 12) – haben wir uns damit auseinandergesetzt, was es bedeutet, Teil Gemeinschaft zu sein: mit unseren Stärken und Unterschieden unserer jeweiligen Rolle darin.
Wir waren in dieser Woche in der Toskana viel unterwegs und haben Städte wie Arezzo, San Gimignano, Pisa und Florenz besucht. Dabei sind wir nicht nur durch beeindruckende Gassen geschlendert, sondern auch in die Geschichte und Kultur der Renaissance eingetaucht.

Die Renaissance war eine Zeit des Aufbruchs im Europa des 14. bis 16. Jahrhunderts: Menschen begannen, sich neu mit der Antike auseinanderzusetzen und die Welt neu zu entdecken. Dabei spielte auch der Humanismus eine wichtige Rolle, der den Menschen und seine Fähigkeiten stärker in den Mittelpunkt stellte. Kunst, Wissenschaft und Bildung gewannen zunehmend an Bedeutung. Der Mensch und seine Fähigkeiten rückten stärker in den Mittelpunkt. Ein Thema, das uns auch in unserer Lagerwoche begleitet hat.

Diese Bezüge passten gut zu unserem Lagerthema: Gemeinschaft lebt davon, dass Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und miteinander nach Wahrheit, Frieden und einem guten Zusammenleben suchen. Daraus haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden auch ihr Thema für die Konfirmation gewählt: «Einen Unterschied machen». Dieses Thema greift die Verantwortung auf, sich für das Gute und das Gemeinwohl einzusetzen.

Ein besonderer Einblick war auch die Begegnung mit der Geschichte der Waldenserkirche. Die Waldenserbewegung entstand bereits im Mittelalter, lange vor der Reformation, und vertrat in Ansätzen Gedanken, die später auch für die Reformation wichtig wurden. Etwa die Orientierung an Jesus Christus und an der Bibel als Grundlage des christlichen Lebens. Darum konnte sich die Waldenserkirche im 16. Jahrhundert der Reformation anschliessen. Dass wir in zwei waldenserischen Unterkünften wohnen durften, machte diese Geschichte lebendig und greifbar.
Neben den Stadtbesichtigungen blieb viel Raum für Gemeinschaft im Alltag: beim gemeinsamen Essen, Spielen und Diskutieren sowie auf bei einer Wanderung durch die toskanische Landschaft. Kirchenbesuche boten Raum für Ruhe, Reflexion und Gespräche über Glauben und Leben. Gleichzeitig gehörten auch Zeiten des bewussten Innehaltens dazu: etwa täglichen Abendliturgien sowie einer Abendmahlsfeier und einer Taufe in unserer Gemeinschaft, die uns als Gruppe besonders verbunden haben.

Wir haben erlebt: Gemeinschaft entsteht nicht von selbst – sie wächst dort, wo Menschen einander zuhören, sich einbringen und gemeinsam unterwegs sind.

» Konfirmation 1, Sonntag, 31. Mai 2026

» Konfirmation 2, Sonntag, 7. Juni 2026