Kappeler Kirchentagung, Hebed eu Sorg!

workshop-1742721<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-meilen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>8</div><div class='bid' style='display:none;'>1688</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>
» Kappeler Kirchentagung im Seminarhaus in Kappel am Albis

Zahlreiche Mitarbeitende und Mitglieder der Kirchenpflege haben an der Kappeler Kirchentagung am 17. und 18. Januar teilgenommen. Das Thema «hebed eu Sorg» bewegt. Wir besuchten Workshops zu «Füreinander sorgen in Digitalien» und träumen nun von instagram accounts, «mehr als Kaffee» und sehen vor Augen eine gelebte «caring community» mit aktiv beteiligten Pfarrpersonen und Mitarbeitenden in einem Dorfkafi. Wir besuchten «Sorgende Gemeinschaft am Lebensende» und erfuhren viel zu Trauer in allen Lebensbereichen – nicht nur am Lebensende. Im Workshop «Fokus der Gemeindeentwicklung» wurde uns anhand der Kirchgemeinde Seebach gezeigt, was einander Sorge tragen, mit Konzentration auf das Theologische, bedeutet.

Weitere Berichte von Mitarbeitenden folgen....

Christine Schneiter, Ressort Kinder&Familie, Jugend

Christine Schneiter<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-meilen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>8</div><div class='bid' style='display:none;'>1736</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>
Wahlverwandtschaften

Ich besuchte den Workshop «Wahlverwandtschaften». Die Frage nach der Gemeinschaft, wen empfinde ich persönlich als meine Nächsten, empfand ich faszinierend. Interessanterweise, so kam unsere Gruppe zum Schluss, kann dies sowohl der kaum noch als verwandt zu bezeichnende Cousin in Amerika sein, sondern gerade so gut der Nachbar oder die Arbeitskollegin. Definiere ich meine Nächsten an dem wie oft ich sie sehe? ich mich mit ihnen austausche? In der Bibel wird auch von «Brüdern und Schwestern» gesprochen, also nicht unbedingt blutsverwandt gemeint, aber doch Personen auf dieser Stufe. Um wen kümmere ich mich? Gibt es verschiedene Formen von «sich kümmern»? «Wahlverwandtschaften»? da ist alles offen, veränderbar, austauschbar sogar! Es gibt sie nicht «die Antwort» oder «die Lösung», aber es zeigte sich, dass der Mensch, getrieben ist schlussendlich von seinen Gefühlen. Und diese gehen bekanntlich oftmals eigene Wege, auch in der Auswahl der «Wahlverwandtschaften». Was kann ich tun? Ich kann Formen suchen, um Beziehungen zu Wahlverwandtschaften entwickeln zu lassen, sie zu stärken oder sogar neu zu bilden. Ich kann meine eigenen Brüchigkeiten aufzeigen, einen Pespektivenwechsel vornehmen, um so hoffentlich auch im Kleinen Grosses bewirken.

Daniel Eschmann, Pfarrer

Pfarrer<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-meilen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>8</div><div class='bid' style='display:none;'>1690</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>
Atelier «Mehr als Kaffee»

Dieses Atelier war eine von mehreren Wahlveranstaltungen an der Kirchentagung. Die Kirchgemeinde Witikon stellte ihr Projekt «hoch3» vor. Sie hatte es gewagt, auf ihrem Gelände ein Café zu bauen und zu betreiben, um dem Ansinnen der niederschwelligen Gastlichkeit mehr Raum zu verschaffen.

Drei Dinge nehme ich mit von diesem Workshop: Damit ein solch tolles Projekt gelingen kann, braucht es erst jemanden, der davon völlig begeistert ist, dann eine gute Hand beim Beizug von Freiwilligen und Profis (für die Bereiche Gastronomie, Bau und Finanzen), damit im Team die notwendigen Kompetenzen vorhanden sind, und schliesslich die Bereitschaft der Entscheidungsträger, auch ein Risiko einzugehen.

Feyna Hartman, Vizepräsidentin, Ressort Gottesdienst und Musik

Feyna Hartman<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-meilen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>44</div><div class='bid' style='display:none;'>46</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>
Schon eine Weile ist es her, dass sich Kirchenteams aus dem ganzen Kanton im Kloster Kappel trafen, um miteinander zuzuhören, nachzudenken und sich auszutauschen, was man versteht unter „Sorge tragen zu einander“, in der Kirchgemeinde und darüber hinaus. Das Thema ist aktueller denn je. Wie wollen wir leben im Miteinander? Der Coronavirus holt uns überall ein: jetzt erst recht merke ich, was fehlt, wenn das soziale Netz, das wir miteinander knüpfen und das uns trägt, reduziert wird auf das rein Inhaltliche. Zusammen essen, reden, lachen, nachfragen, sich gegenseitig schärfen: wir Menschen brauchen den direkten Kontakt, um weiter zu kommen. Wir müssen näher rücken, statt weiter auseinander. Das ist eine Lektion für „nachher“.






Christine Brandenberger, Sozialdiakonin

Christine Brandenberger<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>ref-meilen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>43</div><div class='bid' style='display:none;'>134</div><div class='usr' style='display:none;'>7</div>
Kaum treffender hätte der Titel dieses Jahres zu unserer Tagung in Kappel sein können. Mit einem engagierten Anfangsvortrag haben der Kirchenrat Bernhard Egg und der Soziologe Klaus Wegleitner die Tagung begonnen.
Was sicher die Hauptaussage der Tagung war, das ist die Vernetzung verschiedener Generationen und Institutionen und sich dabei der Unsichtbarkeit verschiedener gesellschaftlicher Strukturen bewusst zu werden.
Klaus Wegleitner sprach davon, wie wichtig es sei:
• Hilfe anzunehmen
• Vertrauen zu schaffen
• Verantwortung zu übernehmen
• Sich auf das Mysterium des anderen Menschen einzulassen.

Wir «Profis» tun uns manchmal schwer, uns in andere Bereiche einzulassen und einzudenken, aber genau das ist das Wesentliche in diesem «hebed eu Sorg».
Das, was wir wichtig und nötig finden, muss für den Anderen nicht das Wichtigste sein. Hier heisst es «anespüüre» und zuhören, bevor wir ins Agieren kommen. Lasst uns mit dem jeweils nötigen Perspektivenwechsel auf unsere Mitmenschen zugehen und das Miteinander sichtbar machen!