25.10. Brot & Rosen

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Alles wie verwandelt

Sonntag, 25. Oktober 2020
17.00 Uhr, ref. Kirche


Zsuzsa Alföldi, Gesang
Barbara Meldau, Klavier
Jacqueline Sonego Mettner, Wort




Zsuzsa Alföldi singt Lieder von Edward Grieg, Claude Debussy, Gustav Mahler, Felix Mendelssohn, Johannes Brahms, Fanny Hünerwadel und Othmar Schoeck. Sie hat sich vom Thema «alles wie verwandelt» anregen lassen.

Max Frisch hat in einem seiner Tagebücher einen wunderbaren Text zur Kraft der Liebe geschrieben: «Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen.

Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis.»

Ich habe für diese Brot & Rosen Gedichte ausgewählt, welche von der Kraft der Liebe erzählen und von der Möglichkeit, sich zu verändern und sich verändern zu lassen. Gedichte auch, welche vom Wandel hin zum Reifen erzählen, sei es im Herbst oder im menschlichen Leben. Gerade in Zeiten, in denen wir Veränderungen leben müssen, die wir nicht selbst angestossen haben, lohnt sich die Frage nach unseren inneren Kräften. Was gibt uns Weite, Vertrauen, Liebe, Freiheit? Wie können wir reifen gerade auch in schwierigen Zeiten? Der Philosoph Hans Georg Gadamer erinnert daran, dass wir in Krisen erkennen können, was uns trägt und hält. Als Theologin und Christin verlasse ich mich auf Gott, so dass in allem Fragen und Suchen auch eine gelassene Heiterkeit und Freude aufscheinen kann.

Pfarrerin Jacqueline Sonego Mettner